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BEFÖRDERUNGSVERTRAG

Die im vorliegenden Vertrag („Vertrag“) enthaltenen Bestimmungen regulieren die Flugbeförderung von Fluggästen und deren Gepäck durch TAM LINHAS AÉREAS S/A („TAM“), mit Geschäftssitz in der Av. Jurandir, 856 – lote 04, Jardim Ceci, São Paulo/SP, CEP 04072-000. TAM ist im brasilianischen Körperschaftsregister CNPJ/MF unter der Nr. 02.012.862/0001-60 registriert, und unterliegt den jeweils geltenden rechtlichen Bestimmungen.

Eine Kopie dieses Vertrages steht den Fluggästen auf dem Internetportal von TAM unter www.tam.com.br zur Einsicht bereit. Und dieser ist ordnungsgemäß im Amt für Titel und Dokumente der Stadt Sao Paulo eingetragen.

Die in diesem Vertrag enthaltenen Bestimmungen können je nach den zum Zeitpunkt der Dienstleistungserbringung durch TAM geltenden und anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen Änderungen unterliegen.

KAPITEL I – ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN

1.1. Definitionen

Soweit im Zusammenhang der jeweiligen Bestimmung nicht ausdrücklich anders angegeben, haben die in diesem Vertrag verwendeten Begriffe und Ausdrücke folgende Bedeutung und können im Singular und Plural sowie im Maskulinum, Femininum und Neutrum verwendet werden:

1.1.1. „Flugschein“ ist der Beleg für das Bestehen des Personenbeförderungsvertrages. Er ist nur dann für die Beförderung gültig, wenn dessen Erwerb bei TAM bzw. zugelassenen Verkaufsstellen erfolgte.

1.1.2. „CBA“ steht für das brasilianische Luftfahrtgesetz Código Brasileiro da Aeronáutica, welches in den Lufttransportbestimmungen – Gesetz Nr. 7.565 vom 19.12.1986 umgesetzt wurde.

1.1.3. „Codeshare“ ist ein Kooperationsabkommen, bei dem von einer Fluggesellschaft Tickets für die Fluggastbeförderung in Flügen und Luftfahrzeugen anderer Fluggesellschaften verkauft werden.

1.1.4. „Montrealer Übereinkommen“ ist das internationale Übereinkommen zur Vereinheitlichung bestimmter Vorschriften über die Beförderung im internationalen Luftverkehr, das am 28. Mai 1999, wie spätere Änderungen, abgeschlossen wurde. In Brasilien gilt dieses Abkommen seit dem 18. Juli 2006.

1.1.5. „Gesetzliche Bestimmungen“ sind sämtliche Gesetze, die auf jegliche Rechtsprechung, Anweisungen, Verordnungen, Bestimmungen, Regelungen, Lizenzierungen und Genehmigungen anwendbar sind, die von den zuständigen staatlichen Behörden erlassen wurden.

1.1.6. „Fluggast“ ist jede Person, die gemäß den in diesem Vertrag enthaltenen Bestimmungen befördert wird bzw. befördert werden wird.

1.1.7. „Buchung“ ist die Absichtserklärung die Flugbeförderung durch den Fluggast zu beantragen. Die Buchung verleiht dem Fluggast jedoch noch kein Anrecht auf die Flugbeförderung. Ein diesbezüglicher Anspruch entsteht erst durch die Ausstellung des Flugscheins, nach erfolgter Bezahlung.

1.1.8. „Tarif“ ist der für die Luftbeförderung zu zahlende Betrag, welcher vom Luftfrachtführer, der ordnungsgemäß bei der brasilianischen Luftfahrtbehörde ANAC - Agencia Nacional de Aviación Civil - registriert und zugelassen wurde, und Restriktionen sowie Sonderbestimmungen enthalten kann.

1.1.9. „Luftfrachtführer“ oder „TAM“ ist das Beförderungsunternehmen, welches sich gemäß der im vorliegenden Vertrag enthaltenen Bestimmungen zur Beförderung des Fluggastes und dessen Gepäck verpflichtet.

1.1.10. Als „Flug“ wird die im Rahmen dieses Vertrags erbrachte bzw. zu erbringende Flugbeförderung bezeichnet. „Inlandsflug/Binnenflug“ ist jeder Flug, bei welchem der Abflug-, Zwischen- und Zielflughafen innerhalb Brasiliens lokalisiert ist. Als „internationaler Flug“ wird jeder Flug bezeichnet, dessen Abflug-, Zwischen- oder Zielflughafen in einem anderen Staat als Brasilien gelegen ist.

1.2. VORSCHRIFTEN UND REISEDOKUMENTE

1.2.1. Vor dem Abflug ist der Fluggast auf Gesuch durch den Luftfrachtführer zur Vorlage eines gültigen Reisedokuments sowie aller weiteren erforderlichen und gültigen Reiseunterlagen verpflichtet. TAM ist zur Einbehaltung einer Ablichtung dieser Dokumente berechtigt.

1.2.2. Die gesetzlichen Bestimmungen des jeweiligen Reiseantritts- und Ziellandes sind von jedem Fluggast zu beachten, unter Androhung hoher Geldstrafen bzw. Einreiseverweigerung seitens der zuständigen Einreisebehörden des Ziellandes im Falle der Zuwiderhandlung.

1.2.3. Im Falle einer Nichtbeachtung der vorstehend angeführten Bestimmungen durch den Fluggast bzw. der Vorlage von Reisedokumenten, welche nicht den geltenden und anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen entsprechen, behält sich TAM das Recht vor, die Flugbeförderung abzulehnen.

1.2.4. Fluggäste, deren Einreise in einen Staat, Land oder Territorium verweigert wurde, haften gegenüber TAM für die Erstattung sämtlicher Geldstrafen oder sonstiger Zahlungsverpflichtungen, zu deren Zahlung TAM von diesem Staat, Land oder Territorium verpflichtet wurde. Die Rückbeförderungskosten zwischen diesem Staat und dem Antrittsland sind ebenfalls vom Fluggast zu erstatten. Eine anteilige Rückerstattung des Preises des Flugscheines für die Strecke, an welchem die Einreise des Fluggastes verweigert wurde, wird von TAM nicht gewährt.

1.2.5. Die Erstattung eventueller Geldstrafen, Kautionen oder sonstiger sich aus der Einreiseverweigerung des Fluggastes ergebenden Kosten kann von TAM mit dem gezahlten Betrag für nicht eingelöste Flugscheine bzw. mit einer fälligen Rückerstattung zu Gunsten des Fluggastes verrechnet werden.

1.2.6. Soweit von den lokalen Behörden verlangt, hat der Fluggast der Inspektion seines persönlichen bzw. registrierten Gepäcks beizuwohnen. Eine Haftbarkeit seitens des Luftfrachtführer für eventuell im Laufe dieser Inspektion erfolgte Gepäckverluste bzw. -beschädigungen besteht nicht.

1.3. ERSCHEINUNGSDATUM

1.3.1. Ein Nicht- bzw. verspätetes Erscheinen von Fluggästen am Check-in und/oder am Einstieg führt zur Streichung der Buchung bzw. zu einer Umbuchung auf ein anderes Datum unter Beachtung der geltenden Tarifbestimmungen und Zahlung der anfallenden Kosten.

1.3.2. Bei den auf dem Flugschein angegebenen Zeiten handelt es sich um die Abflugzeiten des Flugzeugs.

1.3.3. Der Fluggast hat bei Binnenflügen mindestens eine (01) Stunde vor dem geplanten Abflug und bei Auslandsflügen mindestens zwei (02) Stunden vor dem geplanten Abflug am Check-in-Schalter zu erscheinen.

1.3.4. Dem Passagier, der am Check-In nicht innerhalb der für das Einsteigen festgelegten Uhrzeit erscheint, und der ebenfalls nicht die für die Reise notwendigen Dokumente mit sich führt, dessen Buchung wird storniert und somit ist es ihm nicht möglich an Bord zu gehen.

1.3.5. Der Platz von Fluggästen, die die für den Check-in vorgesehene Zeit nicht beachten, wird an Fluggäste aus den Wartelisten vergeben.

1.3.5.1. Von den Fluggesellschaften werden Wartelisten geführt, die nach den internen Kriterien des jeweiligen Luftfrachtführers erstellt werden. Diese werden jeweils bei Erreichen der vollen Sitzplatzauslastung im Flugzeug eingerichtet. Der Ausruf der in diesen Wartelisten eingetragenen Personen erfolgt 30 Minuten vor Abflug bei Binnenflügen und 1 Stunde vor Abflug bei Auslandsflügen, soweit freie Plätze verfügbar sind.

KAPITEL 2 - TICKETS / BUCHUNG

2.1. Das Flugticket ist personenbezogen und nicht übertragbar. Es ist ab dem Buchungsdatum ein Jahr lang gültig, solange es nicht in Anspruch genommen worden ist. Teilweise in Anspruch genommene Flüge sind entsprechend der Tarifbestimmungen gültig, außer wenn es auf dem Ticket oder in den Tarifbestimmungen, den Transportbestimmungen und in anderen, betreffenden Bestimmungen der Fluggesellschaft anders vermerkt ist.

2.2. DAS FLUGTICKET UNTERLIEGT DEN BEDINGUNGEN UND BESCHRÄNKUNGEN DER JEWEILS ANWENDBAREN TARIFBESTIMMUNGEN.

2.3. Im Preis des Flugtickets können die für die Flugbeförderung von den zuständigen staatlichen Behörden erhobenen Steuerbeträge und Gebühren enthalten sein. Diese Steuerbeträge und Gebühren können sowohl im Flugpreis inbegriffen sein als auch gesondert in den Feldern „Gebühren“ angeführt werden. Eine Einforderung nicht entrichteter Steuerbeträge und Gebühren wird ausdrücklich vorbehalten.

2.4. Der Luftfrachtführer ist dann zur Verweigerung der Beförderung berechtigt, wenn der in Rechnung gestellte Flugpreis nicht beglichen wurde und/oder der Flugschein an einer nicht autorisierten Verkaufsstelle bzw. in betrügerischer oder auf illegale Art und Weise, gemäß den in Kapitel 4 angeführten Bestimmungen, erworben wurde. Der Luftfrachtführer behält sich ferner das Recht vor, die Flugbeförderung eines Fluggastes zu verweigern, dessen Flugticket unter Verletzung der jeweils geltenden gesetzlichen Bestimmungen erworben wurde.

2.5. Eine Änderung von Abflugzeit oder –datum, und/oder Flugstrecke seitens des Fluggastes ist von der Genehmigung durch den Luftfrachtführer, der Verfügbarkeit von Sitzplätzen und der Erhebung von Umbuchungsgebühren und eventueller Tarifdifferenzen abhängig. Reisekostenrückerstattungen sind von gegebenenfalls in den Beförderungsbedingungen enthaltenen Beschränkungen, einschließlich einer Verwaltungsgebühr sowie von weiteren Strafgebühren abhängig.

2.6. Im Falle einer Reiseunterbrechung auf Eigeninitiative des Fluggastes auf einem Anschlussflughafen, besteht keine Rückerstattungspflicht seitens des Luftfrachtführers.

2.7. Die Rückerstattung des Tickets erfolgt an den Passagier, auf dessen Namen das Ticket ausgestellt ist.

2.7.1. Bei Rückerstattung eines mit Kreditkarte bezahlten Tickets erfolgt die Rückerstattung durch Gutschrift auf der Abrechnung des Inhabers der beim Kauf benutzten Kreditkarte.

2.7.2. Bei Rückerstattung des Tickets eines minderjährigen bzw. geschäftsunfähigen Passagiers erfolgt die Rückerstattung im Namen des gesetzlichen Vertreters des Passagiers.

2.8. Für die Rückerstattungsbedingungen von Flugtickets bei Charterflügen gelten die im entsprechenden Chartervertrag vereinbarten Regelungen.

2.9. Im Falle einer Höherstufung eines Fluggastes in eine höhere als die gebuchte Klasse zu Beginn des Fluges bzw. nach einem Zwischenstopp, ist der Fluggast nicht zur Zahlung der Tarifdifferenz verpflichtet, sofern die Höherstufung nicht vom Fluggast veranlasst wurde.

2.10. Sollte es auf Gesuch des Fluggastes zu einer Änderung der gebuchten Beförderungsklasse in eine höhere Beförderungsklasse kommen, so wird vom Luftfrachtführer der Austausch des entsprechenden Flugtickets veranlasst. Dabei wird eine Anpassung des entsprechenden Flugpreises vorgenommen, unter Anwendung der Tarifdifferenz, der geltenden Umbuchungsgebühren sowie Schwankungen und Änderungen.

2.11. Ausführliche Angaben bezüglich eventuell bestehender Beschränkungen und/oder Strafgebühren können bei den am Ende dieses Vertrags angegebenen Kontaktstellen für TAM Kunden eingesehen werden.

KAPITEL 3 – GEPÄCK

3.1. ALLGEMEINE INFORMATIONEN

3.1.1. Als aufgegebenes und/oder registriertes Gepäck werden all jene Gepäckstücke betrachtet, die dem Luftfrachtführer vom Fluggast ausgehändigt und ordnungsgemäß aufgegeben und/oder registriert worden sind. Die in diesen Gepäckbeförderungsbedingungen enthaltenen Bestimmungen treten zum Zeitpunkt der Gepäckübergabe seitens des Fluggastes an das Luftfrachtunternehmen in Kraft und enden mit deren Aushändigung an den Fluggast.

3.1.2. Bei der Gepäckbeförderung wird dem Fluggast ein Gepäckbeleg bzw. ein Gepäckschein mit Angabe von Ausstellungsdatum, Zielflughafen, Belegnummer und Anzahl der aufgegebenen Gepäckstücke ausgehändigt.

3.1.3. Eine beanstandslose Gepäckannahme seitens des Fluggastes zieht die Vermutung der Annahme des Gepäcks in gutem Zustand nach sich.

3.1.4. Bei Gepäckschäden während der Beförderung, muss die Beanstandung schriftlich erfolgen direkt nachdem der Schaden entdeckt wurde, und höchstens 7 Tage nach Erhalt des Gepäcks oder in der kürzesten Zeit, die die anwendbare Norm bei Inlandsflügen angibt. Bei Verspätung muss die Beanstandung innerhalb von 21 Tagen nach Erhalt des Gepäcks oder in der kürzesten Zeit, die die anwendbare Norm bei Inlandsflügen angibt.

3.1.5. Als Handgepäck wird nicht abgefertigtes Gepäck bezeichnet, welches ausschließlich aus für den persönlichen Gebrauch notwendigen Gegenständen besteht und vom Fluggast mitgeführt wird.

3.1.6. Der Passagier kann sich auf eine höhere Haftungsgrenze für das aufgegebene Gepäck berufen, indem eine besondere Erklärung vor der Gepäckaufgabe bei Zahlung einer Zusatzgebühr erfolgt.

3.2. BEFÖRDERUNGSBESCHRÄNKUNGEN

3.2.1. Im aufgegebenen Gepäck und Handgepäck DÜRFEN KEINE der nachstehend angeführten Gegenstände enthalten sein. Die Aufzählung dieser Objekte ist nicht als abschließend zu verstehen,, sondern kann erweitert werden: a) Alarmvorrichtungen, b) Explosivstoffe, einschließlich leerer Patronenhülsen, Munition, pyrotechnisches Material, Jagdwaffen, Handfeuerwaffen und Silvesterraketen, c) Gase (entflammbare, nicht entflammbare und giftige), wie etwa Butan, Sauerstoff, Propan und Sauerstoffzylinder, d) leicht entzündliche Flüssigkeiten, wie etwa Feuerzeugbenzin, Brennflüssigkeiten und sonstige Stoffe, e) leicht entzündliche Feststoffe, wie etwa Sicherheitszündhölzer und sonstige leicht entflammbare Stoffe, f) selbst entzündbare Substanzen, g) Substanzen, die im Falle eines Kontaktes mit Wasser brennbare Gase bilden, h) oxidierendes Material, wie etwa Kalkpulver, chemische Bleichmittel und Peroxide, i) Giftstoffe (Toxine) und infektiöse Stoffe, wie etwa Arsen, Zyanide, Insektizide und Entlaubungsmittel, j) radioaktives Material, k) korrosives Material, wie etwa Quecksilber, Säuren, Alkaloide und Bakterien, welche ätzende Flüssigkeiten enthalten, l) magnetische Materialien, m) biologische Reagenzstoffe, wie etwa Bakterien und Viren, und n) freie Waffen.

3.2.2. Der Besitzer des Gepäcks haftet für die Schäden, die dem Luftfrachtführer bzw. jeder sonstigen Person in Folge einer Nichtbeachtung der in dieser Klausel festgelegten Verbote entstehen sollten.

3.2.3. Sämtliche verbotenen Gegenstände werden vom Sicherheitspersonal des Flughafens eingezogen. Ein Rückerstattungsanspruch seitens des Besitzers besteht nicht.

3.2.4. IM AUFGEGEBENEN GEPÄCK WERDEN BESTIMMTE WAREN NICHT ANGENOMMEN. Die Aufzählung dieser Objekte ist nicht als abschließend zu verstehen, sondern kann erweitert werden: ZERBRECHLICHE ODER VERDERBLICHE WAREN, SCHMUCK, GESCHÄFTSPAPIERE, MUSTER ODER GESCHÄFTSUNTERLAGEN UND ELEKTRONISCHE GERÄTE (CD-PLAYER, VIDEOKAMERA, PLATTEN, FOTOAPPARATE, NOTEBOOKS, MOBILTELEFONE, ETC.), EINSCHLIEßLICH ZUBEHÖR.

3.2.5. Jeder Passagier, der eine Schusswaffe auf einem Inlandsflug mit sich führen will, muss für die Durchführung der Sicherheitsverfahren mindestens 02 Stunden vor Abflug am Abfertigungsschalter erscheinen, alle erforderlichen Unterlagen vorlegen und sich dem Flughafenbediensteten gegenüber ausweisen. Die Bundespolizei oder in deren Ermangelung die Organisation für öffentliche Sicherheit, die die Polizeiaufgaben am Flughafen durchführt, ist für die Überprüfung, Genehmigung und Zulassung des Passagiers zum Einchecken zuständig. Die Sportwaffen müssen zwingend aufgegeben und an einer geeigneten Stelle im Frachtraum des Flugzeugs hinterlegt werden. TAM haftet nicht für fehlende Dokumente oder Auskünfte, die zur Verzögerung oder Verweigerung des Eincheckens führen können.

3.2.6. Jeder Passagier, der eine Schusswaffe auf einem Inlandsflug aufgrund seines Berufs oder seines Amtes, das er innehat, mit sich führen will, muss für die Durchführung der Sicherheitsverfahren mindestens 02 Stunden vor Abflug am Abfertigungsschalter erscheinen und dem Flughafenbediensteten alle erforderlichen Unterlagen vorlegen, mit denen er seine Erlaubnis nachweist, aufgrund seines Berufs oder seines Amtes, das er innehat, Schusswaffen mit sich zu führen. Die Bundespolizei oder in deren Ermangelung die Organisation für öffentliche Sicherheit, die die Polizeiaufgaben am Flughafen durchführt, ist für die Überprüfung, Genehmigung und Zulassung des Passagiers zum Einchecken zuständig. TAM haftet nicht für fehlende Dokumente oder Auskünfte, die zur Verzögerung oder Verweigerung des Eincheckens führen können.

3.2.7. Der Transport von Schusswaffen ist auf internationalen Flügen untersagt. Eine Ausnahme davon bilden alle diejenigen Fälle, die in Abkommen, Übereinkommen und Verträgen vorgesehen sind und sich nach dem Gegenseitigkeitsprinzip richten, sofern eine ausdrückliche Genehmigung der brasilianischen Regierung und der Regierung des Ziellandes des Flugs vorliegt. In diesen Fällen obliegt die Kontrolle ausschließlich der Bundespolizei. TAM muss den Transport der aufgegebenen Schusswaffen im Safe des Flugzeugs ermöglichen. Vorher hat der Passagier der TAM die Genehmigung der Regierung des Ursprungslandes vorzulegen, um unabhängig von seinem Beruf oder Amt mit einer Schusswaffe in ausländisches Hoheitsgebiet reisen zu können.

3.2.8. Das Luftfrachtunternehmen übernimmt keine Haftung für Verluste und Schäden jeglicher Art, die beim aufgegebenen Gepäck des Passagiers, das Gegenstände aus der vorhergehenden Klausel 3.2.4. enthält, vorkommen. Jedoch können diese Gegenstände im Handgepäck mitgenommen werden, solange diese den erlaubten Grenzen der gültigen Gesetze entsprechen.

3.2.9. Im Falle von Zwischenaufenthalten auf Auslandsflughäfen sind vom Fluggast die lokalen gesetzlichen Bestimmungen zu beachten. Nähere Informationen können bei den am Ende dieses Vertrags angegebenen Kontaktstellen für Kunden der TAM eingeholt werden.

3.2.10. Sollte ein Teil bzw. die Gesamtheit des Gepäcks nach dem Kriterium des Luftfrachtführers vor Reiseantritt bzw. zu jedem Zeitpunkt während der Reise aufgrund seines Gewichts, Größe oder Art als zur Beförderung im Flugzeug ungeeignet betrachtet werden, kann dessen Beförderung verweigert werden.

3.2.11. In Folge verschiedener, von einigen Staaten angewandter Maßnahmen zur Terrorismusbekämpfung, ist auf einigen Flügen auf Anweisung der zuständigen Behörden die Mitführung folgender Objekte als Handgepäck und/oder aufgegebenem Gepäck untersagt: Jede Art von Getränken, Shampoo (flüssig oder in Form von Gel), Creme (flüssig oder in Form von Gel), Parfüm (flüssig oder in Form von Gel), Körperlotion (flüssig oder in Form von Gel), Haarspray, Zahnpasta, Deos (auf Gel- oder Aerosolbasis), spitze Gegenstände wie Messer, Taschenmesser, Springmesser usw., Feuerzeuge und Zündhölzer.

3.2.12. Passagieren wird nahegelegt, die Beförderung von Paketen oder Gegenständen im Handgepäck bzw. im eingecheckten Gepäck im Auftrag unbekannter Personen abzulehnen.

3.3. FREIGEPÄCK

3.3.1. Für die Beförderung von Gepäck sind seitens des Fluggastes die bestehenden Beschränkungen und/oder Freigepäckgrenzen des Luftfrachtführers sowie die geltenden gesetzlichen Bestimmungen zu beachten.

3.3.2. Bei Binnenflügen bestehen folgende Freigepäckgrenzen für aufgegebenes Gepäck: a) 30 (dreißig) Kilogramm in der First Class bei Flugzeugen mit über 31 Sitzplätzen, b) 23 (dreiundzwanzig) Kilogramm für die weiteren Beförderungsklassen in Flugzeugen mit über 31 Sitzplätzen, c) 18 (achtzehn) Kilogramm bei Flugzeugen mit 21 bis 30 Sitzplätzen, und d) 10 (zehn) Kilogramm bei Flugzeugen mit bis zu 20 Sitzplätzen.

3.3.3. Die Freigepäckbestimmungen für aufgegebenes Gepäck können nicht für die Beförderung von Kleintieren genutzt werden.

3.3.4. Bei Anschlussflügen ist die Freigepäckgrenze des Flugzeugs mit der jeweils geringeren Beförderungskapazität auf den gesamten Flug anwendbar.

3.3.5. Bei Auslandsflügen ist die Ermittlung der Freigepäckgrenze für aufgegebenes Gepäck nach den jeweils geltenden Gewicht- und Maßeinheiten vorzunehmen. Dabei sind stets die jeweiligen spezifischen Regelungen zu beachten.

3.3.6. Für Kinder (unter 2 [zwei] Jahren), die keinen eigenen Sitzplatz belegen, wird das Freigepäck für alle Klassen entsprechend der folgenden Tabelle bestimmt und deren Maße (Länge + Breite + Höhe) 115cm (45 Zoll) nicht überschreiten darf.

3.3.6.1. Neben der Freigepäckmenge darf bei Kleinkindern ein Kinderwagen (demontierbar, vollständig verschließbar) bzw. ein Tragekorb oder ein Baby-Autositz mitgeführt werden.

3.3.7. Die Freigepäckgrenze für Handgepäck ist für alle Fluggäste (Erwachsene bzw. Kinder im Alter von über 2 Jahren) wie folgt: a) Binnenflüge, Auslandsflüge (Economy Class) und Südamerika: 01 (ein) Handgepäckstück + ein persönliches Objekt; b) Auslandsflüge in die USA / Europa (Business Class und First Class): 02 (zwei) Handgepäckstücke + ein persönliches Objekt.

3.3.8. Auf Binnenflügen darf beim Handgepäck die Gewichtsgrenze von 5 (fünf) Kilogramm nicht überschritten werden. Die Maße von Länge + Höhe + Tiefe darf nicht mehr als 115 cm bzw. 45 Zoll betragen.

3.3.9. Erwachsenen wie auch Kindern ist die Mitführung folgender Artikel im Handgepäck gestattet: 1) eine Handtasche oder Handkoffer oder ein Gerät, welches sich unter dem Vordersitz des Fluggastes bzw. im dafür vorgesehenen Gepäckfach des Flugzeugs verstauen lässt, 2) ein Überzieher, Mantel oder ähnliches, 3) ein Regenschirm oder Spazierstock (ohne scharfe Spitze), 4) ein Fotoapparat, Laptop oder Fernglas, 5) Reiselektüre, 6) Kinderkost für den Eigenbedarf während der Reise, 7) Gehhilfen bzw. orthopädische Hilfsmittel, die vom Fluggast benutzt werden, 8) Musikinstrumente (soweit diese von den Flughafensicherheitsbehörden nicht beanstandet werden).

3.3.10. Zur Mitführung im Handgepäck sind lediglich folgende Gegenstände zugelassen: a) Babyfläschchen und industriell hergestellte Kleinkinderkost (bei der Mitführung von Kleinkindern und Kindern), b) die Menge der zur Einnahme während der Reise ärztlich verschriebenen Medikamente (auf der ärztlichen Verschreibung muss zwingend der Name des Fluggastes enthalten sein), c) die Menge der zur Einnahme während der Reise bestimmten Medikamente ohne ärztliche Verschreibung (Augentropfen, Kontaktlinsenpflegemittel usw., soweit diese Flüssigkeiten die zulässige Grenze von 100 ml bzw. 3,52 oz nicht überschreiten), d) Insulin und Flüssigkeiten (einschließlich spezielle Säfte oder Gele) für Diabetiker in Begleitung der ärztlichen Verschreibung, soweit diese Flüssigkeiten die zulässige Grenze von 148 ml (bzw. 5 oz) nicht überschreiten, e) konsistente Kosmetika (Lippenstifte, Lippenpflege oder Deostifte usw.), f) elektrische Geräte (Laptop, Fotoapparat, portable Spiele, Mobiltelefon usw.).

3.3.11. Handgepäck, welches die erlaubte Stückzahl und/oder das zulässige Gewicht übersteigt, ist als aufgegebenes Gepäck im Gepäckraum des Flugzeugs zu befördern.

3.3.12. Bei Auslandsflügen aus bzw. nach Kanada, in die USA (einschließlich der amerikanischen Territorien), Asien via Pazifischer Ozean, Südafrika, Hong Kong und Bangkok via Südafrika bzw. über Direktflug, Europa (einschließlich Frankreich und London), haben Erwachsene bzw. Kinder mit Anspruch mit eigenem Sitzplatz jeweils einen Anspruch auf 2 (zwei) Gepäckstücke zu je 32 kg. Dabei sind folgende Höchstmaße zu beachten: Länge + Tiefe + Höhe = 158 cm.

3.3.13. Das Höchstgewicht für aufgegebene Gepäckstücke (erlaubtes Freigepäck inklusive Übergepäck) beträgt 32 kg pro Gepäckstück für Anschlussflüge und/oder Zielflughäfen in Europa, und 45 kg für Nordamerika und Südamerika. Die Abfertigung von Gepäckstücken mit einem höheren Gewicht ist nicht zulässig.

3.3.14. In Europa angetretene und von TAM und anderen Luftfrachtunternehmen betriebene Flüge werden nach dem Stückkonzept abgefertigt. Dabei hat der Fluggast Anrecht auf die Abfertigung von 2 (zwei) Gepäckstücken mit bis zu 23 kg pro Gepäckstück bei einem linearen Höchstmaß von je 158 cm. Ausnahme: Für in Frankfurt angetretenen Flugreisen, beträgt die Freigepäckgrenze 2 (zwei) Gepäckstücke zu je 23 kg für die Economy Class und 2 (zwei) Gepäckstücke zu je 32 kg in der Business Class.

3.3.15. Bei in Großbritannien angetretenen Flugreisen wird in beiden Beförderungsklassen eine Freigepäckgrenze für aufgegebenes Reisegepäck von 2 (zwei) Gepäckstücken zu je 32 kg angewandt.

3.3.16. Sollte das Gepäck die hier angeführten Grenzwerte übersteigen, werden folgende Gebühren für Übergepäck erhoben:

- einfache Gebührenerhebung für Übergepäck, soweit die Stückzahl bzw. das Volumen der mitgeführten Gepäckstücke die jeweils zulässigen Höchstgrenzen übersteigen sollte, bzw. soweit das Gewicht eines aufzugebenden Gepäckstücks die zulässigen Grenzen übersteigen sollte.

- doppelte Gebührenerhebung für Übergepäck, soweit die Stückzahl und das Volumen der mitgeführten Gepäckstücke die jeweils zulässigen Höchstgrenzen übersteigen sollten, bzw. soweit eines der aufzugebenden Gepäckstücke das zulässige Volumen und Gewicht übersteigen sollte.

- dreifache Gebührenerhebung für Übergepäck, soweit die Stückzahl der aufzugebenden Gepäckstücke die zulässige Menge übersteigt, sowie eines der Gepäckstücke Volumen und Gewicht der jeweils zulässigen Höchstgrenzen übersteigen sollte.

3.3.17. Innerhalb von Europa befördertes Reisegepäck darf die Höchstgewichtsgrenze von 32 kg nicht überschreiten, da die lokalen Gepäckförderbänder so programmiert sind, schwerere Gepäckstücke nicht anzunehmen.

3.3.18. Für Flüge mit Zielflughafen in Argentinien, Chile, Uruguay, Paraguay, Venezuela und Kolumbien gelten sowohl für das Gepäck von Erwachsenen als auch für das von Kindern nach Abschluss des 2. Lebensjahres folgende Höchstgewichtsgrenzen: a) Economy Class: 23 kg; b) Business Class: 33 kg; c) First Class: 43 Kilo.

3.3.19. Für Flüge mit Zielflughafen in Peru (Lima) gelten folgende Freigepäckgrenzen für aufgegebenes Gepäck: a) Economy Class: 45 kg, b) Business Class: Annahme von bis zu 66 kg (WC). Dabei darf kein einzelnes Gepäckstück mehr als 45 kg wiegen. Fluggäste mit mehr als 45 kg schweren Gepäckstücken sind verpflichtet, das Übergewicht in einem weiteren Gepäckstück unterzubringen bzw. das Gepäckstück als Luftfracht aufzugeben.

3.3.19.1. Für die Beförderung von Tieren und Mehrgepäck wird von den peruanischen Behörden eine Übergepäckgebühr von 19 % (neunzehn Prozent) des Gesamtbetrags erhoben.

3.3.20. Die Freigepäckmenge für aufgegebenes Reisegepäck auf Flügen von bzw. nach Bolivien ist folgende: a) Economy Class: 30 kg; b) Business Class: 40 Kilo.

3.3.21. Sollten auf dem Flugticket Anschlussflüge zwischen Binnen- und Auslandsflügen inbegriffen sein, so haben das für die Auslandsflüge geltende Freigepäckkonzept und die entsprechenden Freigepäckgrenze Vorrang.

3.4. SONDERGEPÄCK – ANNAHME UND PREISERMITTLUNG

3.4.1. Auf Binnenflügen gelten folgende Bestimmungen zur Annahme und Preisermittlung für die Beförderung von Sondergepäck. Diese Gebührenerhebung ist nicht bindend und kann gegebenenfalls abgeändert und erweitert werden:

a) Fahrräder: Fahrräder werden mit leeren Reifen, abmontierten Pedalen und längs gestelltem Lenker als aufgegebenes Gepäck abgefertigt.

b) Rollstühle: Für der Beförderung von Rollstühlen wird kein Übergepäck berechnet, da es sich dabei um ein notwendiges Hilfsmittel des Fluggastes handelt.

c) Musikinstrumente: Musikinstrumente können dann innerhalb der Fluggastkabine befördert werden, wenn deren Gewicht und Maße innerhalb der zulässigen Freigepäckgrenzen für Handgepäck liegen. Sollte dies nicht der Fall sein, so kann das Musikinstrument auf einem Sitzplatz verstaut werden. In diesem Fall ist eine vorherige Buchung eines weiteren Sitzplatzes in derselben Beförderungsklasse seitens des Fluggastes erforderlich, welche dem Fluggast jedoch kein Anrecht auf weiteres Freigepäck gewährt. Das Musikinstrument darf das Gewicht von 75 kg (165 lbs) nicht überschreiten.

d) Cellos: Die Beförderung von Cellos ist nur durch die Belegung eines weiteren Sitzplatzes bzw. als Luftfracht zulässig. Buchungen zur Beförderung eines Musikinstruments innerhalb der Fluggastkabine desselben Fluges können vorab bei unserem Kundenservice bzw. unserer TAM Cargo-Zentrale (www.tamcargo.com.br) erfolgen.

e) Golfausrüstung (bestehend aus einer Golftasche inklusive Golfschläger und einem Paar Golfschuhe): Sollte die Golfausrüstung die zulässige Gepäckmenge übersteigen, so werden für das Übergepäck 50% der für die jeweilige Flugstrecke geltenden Gepäckgebühr in Rechnung gestellt.

f) Skiausrüstung (Ski oder Wasserski): Zur Ski-Ausrüstung zählen ein Paar Skier bzw. ein Snowboard zusammen mit dem erforderlichen Zubehör (Skistiefel und Skistöcke oder ein Snowboard) bzw. ein Paar herkömmliche Wasserski oder Slalom Ski. Übersteigt die Skiausrüstung die zulässige Gepäckmenge, so werden für das Übergepäck 33% der für die jeweilige Flugstrecke geltenden Gepäckgebühr in Rechnung gestellt.

3.4.2. Auf Auslandsflügen erfolgt die Annahme und Preisermittlung für die Beförderung von Sondergepäck wie folgt. Diese Gebührenerhebung ist nicht bindend und kann gegebenenfalls abgeändert und erweitert werden:

a) Plasma/LCD-Fernsehgeräte und Monitore: Für Fernsehgeräte und Monitore mit einer Größe von mehr als 26 Zoll und einem Gewicht von bis zu 45 kg wird eine Beförderungsgebühr von US$ 450,00 pro Gerät erhoben. Fernsehgeräte und Monitore mit einem Gewicht von mehr als 45 kg werden nicht zur Beförderung angenommen.

b) Fahrräder: Fahrräder werden mit leeren Reifen, abmontierten Pedalen und längs gestelltem Lenker als normal aufgegebenes Gepäck abgefertigt. Bei Übersteigung der Freigepäckmenge wird eine Zusatzgebühr von 100% der gewöhnlich für den Gepäcküberschuss berechneten Gebühr erhoben.

c) Musikinstrumente: Musikinstrumente können dann innerhalb der Fluggastkabine befördert werden, wenn deren Gewicht und Maße innerhalb der zulässigen Freigepäckgrenzen für Handgepäck liegen. Sollte dies nicht der Fall sein, so kann das Musikinstrument auf einem Sitzplatz verstaut werden. In diesem Fall ist eine vorherige Buchung eines weiteren Sitzplatzes in derselben Beförderungsklasse seitens des Fluggastes erforderlich, welcher dem Fluggast jedoch kein Anrecht auf weiteres Freigepäck gewährt. Das Musikinstrument darf das Gewicht von 75 kg (165 lbs) nicht überschreiten.

d) Golfausrüstung (bestehend aus einer Golftasche mit Golfschlägern und einem Paar Golfschuhe): Sollte die Golfausrüstung die zulässige Gepäckmenge übersteigen, so werden für das Übergepäck 50% der für die jeweilige Flugstrecke geltenden Gepäckgebühr in Rechnung gestellt.

e) Skiausrüstung (Ski oder Wasserski): Zur Ski-Ausrüstung zählen ein Paar Skier bzw. ein Snowboard in Begleitung des erforderlichen Zubehörs (Skistiefel und Skistöcke oder ein Snowboard) bzw. ein Paar herkömmliche Wasserski oder Slalom Ski. Übersteigt die Skiausrüstung die zulässige Gepäckmenge, so werden für das Übergepäck 33% der für die jeweilige Flugstrecke geltenden Gepäckgebühr in Rechnung gestellt.

f) Windsurfausrüstung (Windsurfbrett, Mast und Segel) und Surfboards mit einer Maximallänge von 274 cm: Diese Ausrüstung ist bereits im Freigepäck des Fluggastes inbegriffen. Die Anzahl der Surfbretter ist dabei jedoch auf 03 Stück begrenzt (unabhängig von der Anzahl der Cases oder Hüllen).

3.4.3. Die vorstehend angegebenen Mehrgepäckgebühren werden jeweils für die Beförderung einer einzigen Ausrüstung erhoben. Sollte die Übergepäckgrenze einer weiteren Ausrüstung überstiegen werden, so wird für die jeweilige Flugstrecke eine Übergepäckgebühr entsprechend den Bestimmungen für normales und vollständiges Gepäck erhoben.

KAPITEL 4 – HAFTBARKEIT DES FLUGGASTES

4.1. Zu den Pflichten des Fluggastes gehören folgende, jeweils unter Einhaltung der erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen:

a) das Erscheinen zu der auf dem Flugschein vom Luftfrachtführer angegebenen Zeit zum Einstieg, ausgestattet mit den erforderlichen Ausweisdokumenten, b) das Tragen von angemessener Kleidung und Schuhwerk, c) die Befolgung der schriftlichen bzw. von den Besatzungsmitgliedern mündlich erteilten Hinweise an Bord, d) das Vermeiden von Vorgehensweisen, welche den anderen Fluggästen gegenüber Ärger, Unannehmlichkeiten oder Schaden verursachen könnten, e) das Nichtrauchen in allen Bereichen des Flugzeugs, f) das Abschalten von Audiogeräten, elektronischen Geräten und Telekommunikationsgeräten, die sich in irgendeiner Form auf den Betrieb des Flugzeuges bzw. ruhestörend auf die anderen Fluggäste auswirken könnten, soweit deren Inbetriebnahme von den Besatzungsmitgliedern nicht freigegeben werden sollte, g) keine Einnahme anderer alkoholischer Getränke als jene, welche von den Besatzungsmitgliedern des Luftfrachtführers angeboten werden, h) keine Mitführung gefährlicher Gegenstände im Gepäck, i) keine Unterbringung des Handgepäcks an einem Durchgangslokal für Fluggäste oder in Nähe der Notausgänge, j) aufmerksame Aufbewahrung des gesamten, ausgeschilderten Reisegepäcks während des Aufenthalts auf dem Flughafenterminal, und l) keine Mitführung von in fremdem Eigentum stehenden Gepäck bzw. Von Gepäck unbekannten Inhalts.

4.2. Die vorstehend in Klausel 4.1 festgelegten Pflichten besitzen beispielhaften, jedoch keinen abschließenden Charakter. Vom Luftfrachtführer können folgende weiteren Maßnahmen eingeleitet werden: a) die Einstiegsverweigerung von Fluggästen, die unter dem Einfluss von Alkohol, Betäubungsmitteln oder psychische Abhängigkeit verursachenden Substanzen stehen, b) die Einstiegsverweigerung von Fluggästen, welche unangemessene Kleidung oder Schuhwerk tragen bzw. die Vornahme einer Sicherheitsprüfung verweigert haben, c) TAM ist nach freiem und vernünftigem Ermessen dazu berechtigt, die Beförderung von Fluggästen zu verweigern, welche sich auf einem früheren Flug bereits entgegen den Verhaltensregeln verhalten haben und erneut die Flugsicherheit gefährden könnten, d) Beförderungsverweigerung von Fluggästen, von denen die auf dem Flugschein angegebenen Tarife, Steuergebühren, Gebühren und sonstigen auf dem Flugschein erhobenen Beträge nicht beglichen wurden; von denen keine gültigen Reisedokumente zur Einreise in die Durchreise- bzw. Zielländer vorgelegt werden können oder von denen ein widerrechtlich bzw. in betrügerischer Weise an einer nicht autorisierten Verkaufsstelle erworbener Flugschein vorgelegt wird, e) Beförderungsverweigerung von Fluggästen oder Gepäck aufgrund bestehender gesetzlichen Bestimmungen oder geltender Anordnungen unter Veranlassung der erforderlichen Maßnahmen zur Sicherstellung der Flugsicherheit.

4.3. Der Bordkommandant des Flugzeuges stellt die oberste Autorität gegenüber der sich an Bord befindlichen Personen und Gegenständen dar. Zur Aufrechterhaltung der Disziplin an Bord ist er berechtigt, den Ausstieg jener Fluggäste auf dem nächsten Zwischenflughafen zu veranlassen, welche folgendes Vorgehen vorweisen: 1) im Falle eines in den vorstehenden Punkten angeführten Vorgehens und Verhaltens, 2) im Falle eines unangebrachten und störenden Verhaltens gegenüber den anderen Fluggästen, 3) im Falle einer Nichtbeachtung der von den Besatzungsmitgliedern erteilten Anweisungen, 4) im Falle einer Gefährdung der Ordnung oder Disziplin an Bord, oder 5) im Falle einer Gefährdung der Sicherheit des Flugzeuges oder der sich an Bord befindlichen Personen und Güter.

4.3.1. Bei Vorfällen mit ungehorsamen Passagieren an Bord kann TAM das Einschreiten der Bundespolizei oder des zuständigen Polizeiorgans verlangen, um die Sicherheit der übrigen Passagiere zu garantieren.

4.4. Im Falle der Anordnung des Ausstiegs des Fluggastes aufgrund eines der oben aufgeführten Gründe auf einem Zwischen- bzw. Anschlussflughafen, besteht keinerlei Rückerstattungsanspruch für die nicht zurückgelegte Flugstrecke.

4.5. Gemäß den geltenden brasilianischen Vorschriften werden im Falle der Verweigerung des Passagiers, sich der Sicherheitskontrolle der zivilen Luftfahrt am Abflugflughafen zu unterziehen, dessen Zugang zu den Sicherheitsbereichen sowie dessen Anbordgehen verwehrt.

KAPITEL 5 – PASSAGIERE UNTER POLIZEISCHUTZ

5.1. Die Beförderung eines Passagiers oder minderjährigen Fluggastes unter Polizeischutz erfolgt auf Inlandsflügen nach den Erfordernissen des Nationalen Sicherheitsprogramms der Zivilluftfahrt (PNAVSEC, Dekret 7.168 vom 5. Mai 2010). Diese Passagiere müssen mindestens 2 (zwei) Stunden vor Abflug am Abfertigungsschalter erscheinen und sich ausweisen.

5.2. Die Beförderung eines Passagiers unter gerichtlicher Verwahrung auf Auslandsflügen muss vorher der Abteilung der Bundespolizei, INTERPOL, der örtlichen Flughafenverwaltung und dem Konsulat des Ziellandes des Passagiers sowie TAM für den Transport und den eventuellen Zwischenaufenthalt/Anschlussflug gemeldet werden. TAM muss denselben Verfahren folgen, die für die Beförderung von Passagieren unter Polizeischutz eingesetzt werden.

 

KAPITEL 6 – HAFTBARKEIT DES LUFTFRACHTFÜHRERS

6.1. Der Luftfrachtführer haftet für eventuelle Schäden, die dem Fluggast und dessen Gepäck während der Umsetzung des Flugbeförderungsvertrags entstehen sollten.

6.2. Unter Beachtung der jeweils geltenden gesetzlichen Bestimmungen gilt folgendes: (a) die Schadenshaftung des Luftfrachtführers beschränkt sich auf die innerhalb seiner eigenen Flugstrecken ereigneten Vorfälle, mit Ausnahme von abgefertigtem/ registriertem Gepäck, bei dem der Fluggast seine Rechte gegenüber dem ersten und letzten Luftfrachtführer einfordern kann. Bei der Ausstellung eines Flugscheines durch einen Luftfrachtführer zur Beförderung durch eine andere Fluggesellschaft wirkt ersterer lediglich als Agent von letzterem, (b) der Luftfrachtführer haftet nicht für Schäden, welche an nicht aufgegebenem/ nicht registriertem Gepäck entstehen sollten, es sei denn, dieser Schaden wurde aufgrund von Fahrlässigkeit seitens des Luftfrachtführers verursacht, (c) der Luftfrachtführer haftet für keinerlei Art von direkt und ausschließlich durch Befolgung von gesetzlichen Bestimmungen, Regelungen, Anweisungen oder behördlichen Regeln verursachten Schäden, bzw. für Schäden, die durch die fehlende Einhaltung dieser Bestimmungen seitens des Fluggastes verursacht werden. (d) Jede Art von Haftbarkeitsausschluss oder –Einschränkung der Haftbarkeit des Luftfrachtführers erstreckt sich auf die Reiseagenturen, Angestellten und Vertreter des Luftfrachtführers und auf jede weitere Person, deren Luftfahrzeug vom Luftfrachtführer für die Beförderung genutzt wird, sowie dessen Agenten, Angestellte und Vertreter.

6.3. Die Beförderungsbestimmungen und Bedingungen sowie die Haftbarkeitsgrenze von TAM für Schäden gegenüber Fluggästen oder deren Gepäck bei Binnenflügen sind im CBA festgelegt.

6.4. TAM haftet nicht für Vorfälle höherer Gewalt bzw. Vorfälle, welche nachweislich auf Anordnungen der Luftfahrtbehörde zurückzuführen sind.

6.5. TAM kann nur im Rahmen der vertraglichen Haftbarkeit und im Rahmen der durch die geltenden und spezifischen gesetzlichen Bestimmungen festgelegtem rechtlichen Haftbarkeitsgrenzen haftbar gemacht werden.

6.5.1. In den folgenden Fällen ist die Haftung von TAM gegenüber Fluggästen ausgeschlossen:

a) Ableben oder Verletzungen, die ausschließlich auf den Gesundheitszustand des Fluggastes zurückzuführen sind;

b) Unfall, welcher ausschließlich durch eigenes Verschulden des Fluggastes entstanden ist;

c) im Falle von Naturgewalt oder höherer Gewalt.

6.6. Die auf dem Flugschein angegebenen Zeiten, Flugstrecken, Flugzeuge, Zeitabstände oder sonstige Angaben jeglicher Art können geändert und/oder ausgetauscht werden. Dabei ist der Luftfrachtführer, soweit möglich, dafür zuständig, die Fluggäste bzw. den entsprechenden Verkaufskanal darüber in Kenntnis zu setzen.

6.7. TAM haftet nicht für Verspätungen oder Versäumnis von Anschlussflügen, die durch von Dritten betriebenen Luftfahrzeugen verursacht werden, mit Ausnahme von Code Share-Flügen.

6.8. TAM haftet nicht für Verspätungen oder Versäumnis von Anschlussflügen, soweit bei durch Dritte vorgenommenen Buchungen die geltenden Mindestumsteigezeiten nicht beachtet wurden.

6.9. Bei Binnenflügen:

6.9.1. Im Falle einer Verspätung von mehr als 4 (vier) Stunden auf dem Startflughafen sind den Fluggästen vom Luftfrachtführer folgende Alternativen anzubieten: I – Alternative Beförderung: a) in einem gesonderten Flug der gleichen Beförderungsklasse an dasselbe Reiseziel bei der nächstmöglichen Gelegenheit, b) in einem gesonderten Flug, welcher an einem dem Fluggast passenden Datum und Uhrzeit erfolgt, II – die Rückerstattung des vollständigen vom Fluggast entrichteten Betrags für den nicht eingelösten Flugschein, einschließlich der Flughafengebühren. In diesem Fall kann dem Fluggast vom Luftfrachtführer auch eine Unterbringung in einem von einem dritten Luftfrachtunternehmen betriebenen Flug mit einem entsprechend ähnlichen Beförderungsservice an dasselbe Reiseziel angeboten werden.

6.9.2. Im Falle einer Verspätung von mehr als 4 (vier) Stunden auf einem Zwischen- oder Anschlussflughafen sind den Fluggästen vom Luftfrachtführer folgende Alternativen anzubieten: I – Alternative Beförderung: a) in einem gesonderten Flug bzw. dem Flug eines Drittunternehmens in der gleichen Beförderungsklasse an dasselbe Reiseziel bei der nächstmöglichen Gelegenheit, b) in einem gesonderten Flug, welcher an einem dem Fluggast passenden Datum und Uhrzeit erfolgt, II – Rückerstattung: a) vollständige Kostenrückerstattung sowie Sicherstellung der Rückkehr an den Reiseantrittsflughafen, b) Kostenrückerstattung der nicht zurückgelegten Flugstrecke, soweit die bereits zurückgelegte Flugstrecke für den Fluggast nicht zwecklos geworden ist, III – Durchführung der vertraglich geschuldeten Leistung durch eine andere Beförderungsart.

6.9.3. Im Falle einer Annullierung des Flugs bzw. einer Beförderungsunterbrechung sind den Fluggästen vom Luftfrachtführer folgende Alternativen anzubieten: I – Alternative Beförderung: a) in einem gesonderten Flug bzw. in dem Flug eines Drittunternehmens der gleichen Beförderungsklasse an dasselbe Reiseziel bei der nächstmöglichen Gelegenheit, b) in einem gesonderten Flug, welcher an einem dem Fluggast passenden Datum und Uhrzeit erfolgt, II – Rückerstattung: a) vollständige Kostenrückerstattung sowie Sicherstellung der Rückkehr an den Reiseantrittsflughafen im Falle einer Flugunterbrechung, b) Kostenrückerstattung der nicht zurückgelegten Flugstrecke, soweit die bereits zurückgelegte Flugstrecke für den Fluggast nicht zwecklos geworden ist,, III – Durchführung der vertraglich geschuldeten Leistung durch eine andere Beförderungsmodalität.

6.9.4. Im Falle der Verweigerung des Anbordgehens, werden dem Fluggast vom Luftfrachtführer folgende Alternativen angeboten: I – Alternative Beförderung: a) in einem gesonderten Flug bzw. in dem Flug eines Drittunternehmens in der gleichen Beförderungsklasse an dasselbe Reiseziel bei der nächstmöglichen Gelegenheit, b) in einem gesonderten Flug, welcher an einem dem Fluggast passenden Datum und Uhrzeit erfolgt, II – Rückerstattung: a) vollständige Kostenrückerstattung sowie Sicherstellung der Rückkehr an den Reiseantrittsflughafen im Falle einer Flugunterbrechung, b) Kostenrückerstattung der nicht zurückgelegten Flugstrecke, soweit die bereits zurückgelegte Flugstrecke für den Fluggast nicht zwecklos geworden ist,, III – Durchführung der vertraglich geschuldeten Leistung durch eine andere Beförderungsart.

6.9.5. Bei Verzögerungen, Annullierungen oder Unterbrechungen von Flügen sowie bei Nichtbeförderung des Passagiers, haben die zum Einstieg erscheinenden Fluggäste Anspruch auf Betreuungsleistungen gegenüber dem Luftfrachtführer.

6.9.6. Die Betreuungsleistungen bestehen in der Befriedigung der unmittelbaren Bedürfnisse des Fluggastes. Diese Leistungen sind gemäß den nachstehenden Bestimmungen kostenfrei und dann zu erbringen, wenn eine der genannten Verzögerungen der ursprünglich vorgesehenen Abflugszeit absehbar ist:

a) bei Verspätungen von mehr als 1 (eine) Stunde: Bereitstellung von Kommunikationsmöglichkeiten, wie Telefongespräche, Internetzugang, usw.;

b) bei Verspätungen von mehr als 2 (zwei) Stunden: angemessene Verpflegung;

c) bei Verspätungen von mehr als 4 (vier) Stunden: Unterbringung an einem angemessenen Ort, Shuttle-Verbindung und Übernachtung, soweit erforderlich.

6.9.7. Übernachtungen werden vom Luftfrachtführer nur jenen Fluggästen angeboten, deren Wohnsitz sich nicht am Ort des Reiseantrittsflughafens befindet.

6.10. Bei Auslandsflügen:

6.10.1 Die Schadensbehebung bei Auslandsflügen richtet sich nach den auf dem Montrealer Übereinkommen und den in den geltenden gesetzlichen Bestimmungen vereinbarten Grenzen.

6.10.2 Jegliche Forderung bei Gericht muss innerhalb von zwei Jahren erfolgen ab dem Zeitpunkt der Ankunft des Flugzeugs oder dem Tag an dem das Flugzeug hätte ankommen sollen.

6.11. Geltende Bestimmungen für Auslandsflüge:

6.11.1. Sich auf Durchreise befindlichen Fluggäste, deren Zielflughafen bzw. Anschlussflughafen sich in einem anderen Land als dem Reiseantrittsland befindet, werden davon in Kenntnis gesetzt, dass die im Montrealer Übereinkommen enthaltenen Vorschriften auf die gesamte Flugreise anwendbar sind, einschließlich jeder Flugstrecke innerhalb des Antritts- bzw. Ziellandes.

6.11.2. Im Falle von Körperverletzungen bzw. im Todesfall eines Fluggastes haftet der Luftfrachtführer für die dadurch entstandenen Schäden, soweit die Ursache für die Verletzung bzw. für den Tod an Bord des Flugzeuges oder während des Ein - bzw. Ausstiegsvorgangs erfolgt ist.

6.11.3. Der Luftfrachtführer haftet dann für die Zerstörung, Verlust oder Beschädigung des aufgegebenen Gepäcks, wenn die Zerstörung, Verlust oder Beschädigung an Bord des Flugzeuges bzw. während der Zeit erfolgt ist, in der sich das Gepäck nach erfolgter Abfertigung in Gewahrsam des Luftfrachtführers befand. Die Haftung beschränkt sich auf 1.131 SZR (Sonderziehungsrechte). Ungeachtet dessen ist der Luftfrachtführer dann nicht haftbar, wenn der entstandene Schaden auf die Beschaffenheit bzw. auf einen Defekt des Gepäckstücks zurückführbar ist.

6.11.4. Der Luftfrachtführer haftet für Gepäckschäden, welche durch Verzögerungen bei der Beförderung von Fluggast (Haftung beschränkt auf 4.694 SZR) und Gepäck (Haftung beschränkt auf 1.131 SZR) entstanden sind. Ungeachtet dessen haftet der Luftfrachtführer dann nicht für den durch Verzögerung entstandenen Schaden, wenn er nachweisen kann, dass von ihm und seinen Vertretern alle erforderlichen Maßnahmen zur Schadensverhinderung getroffen worden sind, bzw. dass ihnen die Veranlassung dieser Maßnahmen unmöglich gewesen war.

6.11.5. Ein Haftbarkeitsausschluss bzw. eine Haftbarkeitseinschränkung der Haftung des Luftfrachtführers auf eine Schadensobergrenze von 113.100 Sonderziehungsrechten pro Fluggast aufgrund von an Bord seines Flugzeugs entstandenen Fluggastschäden besteht nicht. Der Luftfrachtführer haftet jedoch dann nicht für Schäden von über 113.100 Sonderziehungsrechten pro Fluggast, soweit folgendes nachgewiesen wird: a) der Schaden entstand nicht durch Fahrlässigkeit oder durch Vorgehen bzw. durch Unterlassung seitens des Luftfrachtführers oder dessen Vertretern, oder b) der Schaden entstand einzig und allein aufgrund von Fahrlässigkeit bzw. durch widerrechtliches Vorgehen oder Unterlassung von Dritten.

6.12. Für Fluggäste auf Auslandsflügen mit Abflug- bzw. Zielflughafen in den USA gelten für dort veranstaltete Events die Reiseassistenzbestimmungen für Fluggäste, sowie der Notfallplan des US-amerikanischen Verkehrsministeriums (DOT) für unvorhergesehene Verzögerungen auf dem Rollfeld.

6.12.1. Gemäß dem Notfallplan für unvorhergesehene Verzögerungen auf dem Rollfeld, sind die Fluggäste im Falle von Flugverzögerungen bei Stillständen von mehr als 4 (vier) Stunden auf dem Rollfeld eines US-amerikanischen Flughafens zum Verlassen des Flugzeugs berechtigt, es sei denn, dies wird aus Sicherheitsgründen vom Bordkommandanten nicht genehmigt bzw. dem Bordkommandanten wird von der Flughafenverwaltung mitgeteilt, dass ein Ausstieg eine beachtliche Verzögerung der Flughafenbetriebs zur Folge hätte.

6.12.2. Im Falle einer Flugverzögerung bei Stillstand des Flugzeugs auf dem Rollfeld eines US-amerikanischen Flughafens ist der Luftfrachtführer innerhalb von 2 (zwei) Stunden nach Verzögerungsbeginn zur Bereitstellung einer angemessenen Verpflegung und Trinkwasser verpflichtet, soweit dies vom Bordkommandanten aus Sicherheitsgründen nicht abgelehnt werden sollte. Zudem hat der Luftfrachtführer während des Verbleibs des Flugzeugs auf dem Rollfeld den Fluggästen angemessene sanitäre Anlagen und, soweit erforderlich, medizinische Versorgung zu gewährleisten.

6.12.3. Im Falle einer Flugverzögerung bei Stillstand des Flugzeugs auf dem Rollfeld eines US-amerikanischen Flughafens sind die Fluggäste vom Luftfrachtführer alle 30 (dreißig) Minuten über den Status des Fluges, einschließlich der Verzögerungsursache aufzuklären, soweit diese bekannt sein sollte. Außerdem hat der Luftfrachtführer die Fluggäste alle dreißig Minuten über die Möglichkeit eines Ausstiegs zu benachrichtigen, soweit das Flugzeug am Ausstiegstunnel bzw. an einem anderen Bereich steht, welcher einen Ausstieg bei geöffneter Tür gestattet.

6.13. Bei Code Share Flügen:

6.13.1. Mit Ausnahme von Flügen aus bzw. in die Vereinigten Staaten von Amerika haften bei Code Share Flügen die Fluggesellschaften für eventuelle Schäden, welche den Fluggästen und Gepäck während der Umsetzung dieses Vertrags entstehen sollten.

6.13.2. Bei Code Share Flügen aus bzw. in die Vereinigten Staaten von Amerika, haftet der Flugbetreiber für die Beförderung sowie für eventuelle Schäden, welche den Fluggästen und Gepäck entstehen sollten.

6.14. Bei Auslandsflügen aus bzw. nach Europa gilt die Europäische Verordnung (EG) Nr. 2111/2005 vom 14.12.2005, nach welcher der Luftfrachtführer bzw. der zuständige Reiseveranstalter den Fluggast über das ausführende Luftfahrtunternehmen zu informieren hat. Soweit die Identität des ausführenden Luftfahrtunternehmens zum Zeitpunkt der Buchung nicht verfügbar sein sollte, oder im Falle einer nachträglichen Änderung nach erfolgter Buchung, ist die Identität des ausführenden Luftfahrtunternehmens dem Fluggast vom Luftfrachtführer umgehend mitzuteilen.

KAPITEL 7 – BESONDERE FLUGGÄSTE

7.1. Als besondere Fluggäste gelten: Fluggäste mit Notwendigkeit einer besonderen Betreuung (Personen mit Behinderungen, Personen ab 60 Jahren, schwangere Frauen, stillende Mütter und Personen mit Kindern, alleinreisende Kinder und mobilitätseingeschränkte Personen), Kranke und Minderjährige.

7.1.2. Der Einstieg von besonderen Fluggästen erfolgt nach den internen Regelungen von TAM sowie unter Befolgung der geltenden spezifischen Gesetzesbestimmungen. Nähere Informationen können bei den in der letzten Vertragsklausel angegebenen Telefonverbindungen oder der Website von TAM eingeholt werden.

 

KAPITEL 8 – BEFÖRDERUNG VON TIEREN

8.1. Die Beförderung von Tieren ist von einer ausdrücklichen Genehmigung durch TAM abhängig, welche mittels Entrichtung eines Sondertarifs und unter Beachtung der internen Bestimmungen und rechtlichen Regelungen erhältlich ist.

8.2. Beim Einstieg sind vom Fluggast die erforderlichen Unterlagen des Tieres vorzulegen, welche bei den zuständigen staatlichen Behörden und/oder bei einem Tierarzt erhältlich sind.

8.2.1. Die Vorlage der vorstehend angeführten Unterlagen stellt jedoch keine Gewährleistung zur Beförderung des Tieres dar.

8.3. Die Mitführung eines ausgebildeten Blindenhundes für Sehbehinderte, welche ausschließlich von dessen Führung abhängig sind, in der Fluggastkabine ist als Zugabe zur Freigepäckmenge zulässig und kostenfrei, soweit die dafür erforderlichen Belegdokumente vorgelegt werden.

KAPITEL 9 – PERSÖNLICHE ANGABEN

9.1. Der Fluggast erkennt an, dass sämtliche persönliche, dem Luftfrachtführer zur Verfügung gestellte Angaben für die Buchung, die Ausstellung der Flugtickets und die Erbringung der damit verbundenen Leistungen erforderlich sind, und dass diese Angaben gegebenenfalls von den staatlichen Behörden einiger Staaten eingefordert werden können. Der Fluggast genehmigt TAM die Einbehaltung dieser persönlichen Angaben und die Weiterleitung an ihre Tochtergesellschaften, kontrollierte Unternehmen, Zweigniederlassungen oder Filialen, sowie ihre vertraglich gebundenen Reiseveranstalter, Finanzeinrichtungen und Kreditkartenverwalter, staatlichen Behörden und anderen Luftfrachtunternehmen.

KAPITEL 10 – ABSCHLIESSENDE BESTIMMUNGEN

10.1. Sämtliche vorstehend enthaltenen Bestimmungen können entsprechend der zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses geltenden gesetzlichen Bestimmungen Änderungen unterliegen.

10.2. Dieser Vertrag wurde ursprünglich auf Portugiesisch verfasst und kann in andere Sprachen übersetzt werden. Bei irgendwelchen Unstimmigkeiten in der Auslegung zwischen der Originalversion auf Portugiesisch und der Übersetzungen, bleibt die Ursprungsversion auf Portugiesisch maßgebend.

10.3. Im Falle von Fragen, Beanstandungen, Empfehlungen und dem Kauf von Flugtickets:

- Verkaufs- und Vielfliegerzentrale: +55 11 4002-5700 (Hauptstädte) / 0800 570 5700 (andere Orte)

- Betreuung von Hörgeschädigten: 0800 555 500

- Sprechen Sie mit uns (SAC): 0800 123 200

- http://www.tam.com.br